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18.01.2021Damen NLA Masterround Spiel 1

Revanche gegen Zug geglückt

Mit dem Spiel gegen Zug United startete am Samstagabend in der heimischen Schützenmatte die Master Round. Obwohl es gegen Ende noch einmal spannend wurde, behielten die Wizards die Oberhand und brachten mit dem Schlussresultat von 6:5 den wichtigen ersten Sieg der modifizierten Rückrunde ins Trockene.

Nach der eher überraschenden Niederlage im September waren die Bernerinnen diesmal gewarnt vor den Innerschweizerinnen und wussten, dass besonders der erste Block mit der tschechischen Fraktion in Schach gehalten werden musste. Zu Beginn der Partie verzeichneten die Wizards zwar mehr Ballbesitz, kamen aber kaum gefährlich vor das gegnerische Tor. Das Team von Drago Petrovic hoffte seinerseits, mit schnellen Kontern zum Erfolg zu kommen. Zuweilen ging es ruppig zu und her, wobei die Unparteiischen die Partie das eine oder andere Mal laufen liessen, obwohl es „chlepfte“ vor lauter Stockschlägen. Schliesslich gelang es Anja Wyss in der zehnten Minute, für die Burgdorferinnen das Skore zu eröffnen, gefolgt von Tanja Kyburz, welche kurz darauf im Slot abstaubte. In der 16. Minute verkürzte Paloncyovà auf 2:1. Die Reaktion der Zauberinnen liess allerdings nicht lange auf sich warten: Mit einem überraschenden Drehschuss vermochte Anja Wyss bereits zum zweiten Mal an diesem Abend einzunetzen. Insgesamt fehlte den Wizards aber noch die Entschlossenheit, das Spiel schnell zu gestalten wie zuletzt gegen die Red Lions und Chur.

Ähnlich ging es weiter im zweiten Drittel. Kyburz (25.) und Hanimann (27.) sorgten für den Ausbau der Führung zum komfortablen 5:2. Dies liessen die Blau-Weissen allerdings nicht gerne auf sich sitzen. Bis kurz nach Spielmitte hatten sie sich wieder auf zwei Tore Unterschied zum 5:3 herangekämpft. Die Hausherrinnen indessen agierten vermehrt ungeduldig. Obwohl weiterhin öfter in der gegnerischen Hälfte anzutreffen, gingen ihnen durch ungenaue Zuspiele und unüberlegte Abschlüsse immer wieder Bälle verloren. Zwar gelang Eliane Ganz in der 36. Minute das 6:3, ansonsten aber geschah in diesem Drittel kaum mehr Erfreuliches. Im Gegenteil: Kurz vor der Pause musste Simone Wyss ausgewechselt werden, nachdem sie sich unglücklich am Unterarm verletzte.

Auch im Schlussabschnitt kam das Heimteam immer wieder zu Chancen, doch dass es die Tore wirklich erzwingen wollte, diesen Eindruck bekam der Zuschauer (vor der Webcam) nicht. Zug hingegen war bemüht, zu Abschlüssen zu kommen und fand sich immer häufiger in der Hälfte der Zauberinnen wieder, was in der 47. Minute im 6:4 durch Hanzlikova resultierte. Trotzdem gelang es den Wizards besser als auch schon, die Führung zu verwalten. Zu wenig koordiniert waren die Angriffe der Zugerinnen, und falls es doch brenzlig wurde, bot Ladina Töndury den sicheren Rückhalt. Zum Ärger der Burgdorferinnen wurde es gegen Ende doch noch spannend, als Sandra Kuster nach einem Zuckerpass von Teamkollegin Hanzlikova den Anschlusstreffer erzielte. Der Gast nahm sein Timeout und kam mit einer sechsten Feldspielerin noch einige Male zu gefährlichen Abschlüssen. Am Resultat gab es jedoch nichts mehr zu rütteln, die letzten Sekunden auf der Matchuhr liefen herunter und übrig blieb das 6:5 auf der Anzeigetafel.

Wizards Bern Burgdorf - Zug United 6:5 (3:1, 3:2, 0:2)
Neue Schützenmatt, Burgdorf. SR Friemel/Hasselberg.
Tore: 10. A. Wyss (A. Wildermuth) 1:0. 12. T. Kyburz (J. Weber) 2:0. 16. K. Paloncyovà (T. Hanzlikova) 2:1. 17. A. Wyss (H. Tapani) 3:1. 25. T. Kyburz (J. Weber) 4:1. 27. L. Hanimann (S. Wyss) 5:1. 28. S. Kuster (T. Hanzlikova) 5:2. 32. E. Trojankova (K. Paloncyovà) 5:3. 36. E. Ganz (A. Wyss) 6:3. 47. T. Hanzlikova (K. Paloncyovà) 6:4. 57. S. Kuster (T. Hanzlikova) 6:5.
Strafen: keine Strafen. keine Strafen.