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19.02.201817. + 18. Runde Damen NLA

Wizards beenden Qualifikation auf drittem Rang

Den Wizards Bern Burgdorf gelingt es, wie bereits in den zwei vorherigen Saisons, die Qualifikation auf dem dritten Rang abzuschliessen. Dank zwei Siegen an diesem Wochenende – am Samstagabend 7:3 gegen Kantonsrivale Berner Oberland sowie am Sonntagnachmittag 3:2 gegen Aergera Giffers – sichern sie sich neuerliche sechs Punkte.

Am Samstagabend kam es also auswärts zum Aufeinandertreffen mit Kantonsrivale Berner Oberland. Diese sind notabene einer der Aufsteiger dieser Saison und zwar gleich im doppelten Sinne. Einerseits sind sie neu in der Liga, andererseits glänzen sie mit der besten Saison der Vereinsgeschichte, liegen sie doch auf dem guten sechsten Platz. Dies ist zudem gleichbedeutend mit der Viertelfinal-Paarung mit den Wizards. Doch nun zurück zum Spiel.

Den Gästen gelang ein Start nach Mass. Gekonnt liessen sie den Ball in den eigenen Reihen zirkulieren und unterbanden früh jegliche Auslösungsversuche des Heimteams. Somit sah sich BEO-Trainer Strömberg bereits nach sieben Minuten und dem Führungstreffer der Burgdorferinnen durch Topscorerin Simone Wyss gezwungen, sein Time-Out zu beziehen. Fortan fanden seine Frauen auch etwas besser ins Spiel und glichen in der 15. Minute nach einem Konter aus. Doch darauf hatten die Favoritinnen postwenden eine Antwort parat und gingen durch Lea Hanimann erneut in Führung (16.). Mit diesem Spielstand verabschiedeten sich die beiden Teams zum ersten Pausentee.

Der Mittelabschnitt gestaltete sich massiv weniger anschaulich als noch der erste. Die Zauberinnen erhöhten zwar in der 25. Minute durch Evelina Garbare mit einem sehenswerten Treffer auf 3:1. Danach gelang es aber keiner Mannschaft, wirklich zwingende Chancen herauszuarbeiten und es wurde mehr der Fokus auf harte Zweikämpfe und Neckereien gelegt, als auf einen schönen Spielfluss. Die 132 anwesenden Zuschauer in Seftigen kamen also nicht wirklich auf ihre Kosten, immerhin schien aber doch noch etwas Pfeffer und Spannung in diesem Derby zu sein.

Was den Zuschauern im Mittelabschnitt vorenthalten wurde, bekamen sie dann im Schlussdrittel zu sehen: viele Tore. Als Lena Cina in der 43. Minute auf 4:1 erhöhte, schien das Ding gelaufen. Doch kurz vor Drittelshälfte kamen die Oberländerinnen noch einmal auf zwei Tore heran (48.). Schon gut fünf Minuten vor Spielschluss ersetzten die Hausherrinnen ihre Torhüterin durch eine sechste Feldspielerin. Es wurde jedoch nicht mehr wirklich gefährlich vor dem Gehäuse von Nicole Stalder – im Gegenteil, Wyss vollendete zum 5:2 ins verlassene Beo-Tor (57.). Und es war noch nicht genug mit dem Toreschiessen. Mirjam Hintermann erhöhte eine Minute später auf 6:2. Doch BEO steckte nicht auf und verkürzte abermals zum 3:6 (59.). Für den Schlussstand von 7:3 zugunsten der Gäste zeigte sich Nicole Baumgartner in der Schlussminute auf Zuspiel von Torhüterin Stalder verantwortlich.

 

Tags darauf kam es zum Zähringerderby gegen Aergera Giffers. Giffers, das von vielen sogenannten Experten vor der Saison als Abstiegskandidat gehandelt wurde, hat diese eines besseren belehrt und sich relativ souverän für die Playoffs qualifiziert. Dass die Freiburgerinnen ein eher mühsamer Gegner sein können, mussten die Wizards an diesem Sonntagnachmittag erneut am eigenen Leib erfahren. Die Burgdorferinnen hatten grosse Mühe, überhaupt ins Spiel zu finden. Zwar hatten sie über weite Strecken der Partie Ballbesitz, konnten sich aber nicht wirklich in aussichtsreiche Abschlusspositionen bringen oder zeigten sich zu wenig kaltblütig. Ganz anders Aergera auf der Gegenseite. Ein Konter, ein Tor und schon führten sie in der siebten Minute durch den Treffer von der dauergefährlichen Christelle Köstinger mit 1:0.

Im Mittelabschnitt änderte sich nicht wahnsinnig viel am Spielverlauf. Die Hausherrinnen hatten Ballbesitz, konnten aber den Ball einfach nicht hinter Gäste-Hüterin Patricia Roux im Kasten versenken. Die Freiburgerinnen schienen jedoch nun die gleichen Mühen zu bekunden und kamen auch zu keinen nennenswerten Chancen. Es war dann Jasmin Weber, die in der 35. Minute mit einem satten Schuss den ersten Wizards-Treffer und somit den vielumjubelten Ausgleich erzielen konnte. Endlich hat es geklappt mit dem Toreschiessen.

Wizards-Coach Malecek schien in der Pause die richtigen Worte an seine Frauen gerichtet zu haben. Deutlich aggressiver und gewillter, Tore zu erzielen, kamen diese aus der Garderobe zurück. Mit einem Doppelschlag von Marlene Haldimann (47.) sowie Nicole Baumgartner (48.) legten die Zauberinnen zum 3:1 vor. In der 52. Minute verkürzten die Senslerinnen zwar durch den zweiten Treffer Köstingers noch einmal auf 2:3 und ersetzten in den Schlussminuten Roux durch eine sechste Feldspielerin – am Resultat sollte sich jedoch nichts mehr ändern und die Wizards erkrampften sich so einen weiteren Sieg.

 

Berner Oberland - Wizards Bern Burgdorf 3:7 (1:2, 0:1, 2:4)

RAIFFEISEN Arena Gürbetal, Seftigen. - 132 Zuschauer. - SR Hasselberg/Manser. - Tore: 7. Wyss Simone (Hanimann) 0:1. 15. Leu (Piotrowska) 1:1. 16. Hanimann (Mischler) 1:2. 25. Garbare (Cina) 1:3. 43. Cina (Wyss Simone) 1:4. 48. Törnqvist (Piotrowska) 2:4. 57. Wyss Simone (Hanimann) 2:5. 58. Hintermann (Baumgartner) 2:6. 59. Thierstein (Holmberg) 3:6. 60. (59:39) Baumgartner (Stalder) 3:7. - Keine Strafen.

 

Wizards Bern Burgdorf - Giffers 3:2 (0:1, 1:0, 2:1)
Neue Schützenmatt, Burgdorf. - 113 Zuschauer. - SR Keel/Pestoni. - Tore: 7. Köstinger (Bertolotti) 0:1. 35. Weber (Hintermann) 1:1. 47. Haldimann (Baumgartner) 2:1. 48. Baumgartner (Hintermann) 3:1. 52. Köstinger (Ganz) 3:2. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Giffers.