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17.12.201614. Meisterschaftsrunde U21A

Weihnachten in der Schützenmatt

Den Wizards gelang ein Start nach Wunsch. Nach dem Bully konnten sie dem Gegner sofort Druck aufsetzen und so dauerte es gerade einmal 36 Sekunden, bis Bergmann das Skore eröffnete. Trotzdem war das Spiel zu Beginn ausgeglichen, dies auch resultatmässig, als in der dritten Minute der Ausgleich fiel. Die Burgdorferinnen hatten etwas Mühe bei den Auslösungen, doch sobald der erste Pass in die Tiefe gespielt war, liessen sie den Ball schnell laufen und kamen zu gefährlichen Abschlüssen. BEO seinerseits war wie gewohnt konterstark und nutzte es aus, wenn die Zauberinnen sich zu weit vorwagten und die Deffensivarbeit etwas vernachlässigten. In der vierten Minute gelang Bergmann auf Zuspiel von Siegenthaler bereits der zweite Treffer. In Folge nahmen die Wizards Fahrt auf und wurden spielbestimmender, schliesslich lenkte Küffer einen Schuss von Steiger ins Tor der Oberländerinnen (13. Minute). Allerdings häuften sich auch deren Chancen und in der 17. Minute verwerteten sie einen Konter eiskalt zum Anschlusstreffer. Kurze Zeit später wurde ein weiterer Angriff von BEO per Stockschlag gestoppt. Die Schiedsrichter sprachen eine Strafe aus und so kam es zur ersten Unterzahlsituation. Die Wizards machten ihren Job gut und liessen das Powerplay des Gegners nur selten gefährlich werden. 

Nach der Pause galt es, die Fehler auszumerzen und die guten Chancen in Bares umzuwandeln. Das Zauberwort lautete Konsequenz, und in den Folgeminuten gelang es den Wizards dies umzusetzen. In der 22. Minute schob Joss nach einem Abpraller von Wälchli ein, nur vier Sekunden nach dem Bully konnten die Zuschauer in einer ähnlichen Situation nach einem Abpraller von Perrenoud den Treffer von Siegenthaler zum 5:2 bestaunen. Zehn Minuten lang zeigten die Wizards eine starke Leistung und Zumstein konnte die Führung nach einem Assist von Quattrini ausbauen, kurze Zeit später (35. Minute) krönte Bergmann das Zusammenspiel mit Siegentahler zum 7:2 und somit ihrem drittem Treffer. Was danach geschah, lässt sich nicht erklären und noch weniger rechtfertigen. Die Burgdorferinnen wurden nachlässig, Fehler häuften sich und sie verteilten Geschenke, welche die Oberländerinnen dankend annahmen. Binnen vier Minuten war der Vorsprung von fünf Toren auf zwei geschmolzen.

Es schien, als hätten sich die Wizards am Anfang des dritten Drittels wieder gefangen. Doch die Oberländerinnen nutzen Unsicherheit und Unruhe, die von einem verletzungsbedingten Ausfall noch verstärkt wurden, gnadenlos aus. Sie erzielten in der 45. Minute den Anschlusstreffer, worauf die Burgdorferinnen einen Torhüterwechsel vornahmen. Beide Teams kamen zu guten Chancen, auch die Wizards hatten viele Möglichkeiten, den Sack doch noch zuzumachen. Schliesslich war es aber BEO, das in der 51. Minute im Powerplay den Ausgleich erzielte. Das Spiel wurde nun zu einer Nervenangelegenheit, beide Mannschaften versuchten, das wahrscheinlich entscheidende achte Tor zu schiessen. Dreissig Sekunden vor Schluss gelang einer aufsässigen Oberländerin nach einem Abwehrfehler das 7:8 und die verbleibende Zeit reichte nicht mehr, um darauf zu reagieren. Somit müssen die Wizards zum Jahresende eine äusserst bittere Niederlage hinnehmen, die ihre Wirkung als Lehre für die kommenden Spiele hoffentlich nicht verfehlt.