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20.01.201717. Meisterschaftsrunde U21A

U21 doppelt nach

Die Wizards waren an diesem Abend von Anfang an bereit und boten den Piranhas starke Gegenwehr. Die Teams spielten angriffig und es gab Chancen auf beiden Seiten. Bereits in der dritten Minute zeigten die Burgdorferinnen, wie entschlossen sie waren: Joss versenkte den Ball nach einem Pass von Siegenthaler erstmals im Netz. Das Spiel war geprägt von hartem Körpereinsatz und einem schnellen hin und her, besonders das Heimteam suchte nach einem Ballgewinn meist direkt den Weg nach vorne. Obwohl die Bernerinnen dadurch mehr Abschlüsse als der Gegner verzeichneten, endeten viele Angriffe mit einem Ballverlust. Vor allem aber kämpfte jede für die anderen: Sobald die Piranhas gefährlich wurden, war eine Spielerin zur Stelle, um den Schuss zu blocken oder den Pass durch den Slot abzufangen. Gegen Ende des Drittels gelang es den Wizards die Hektik etwas abzulegen.

Im zweiten Abschnitt galt es, die Angriffe der Churerinnen auch über die Seiten zu unterbinden, was immer besser funktionierte. Die Burgdorferinnen hatten einige gute Chancen, welche allerdings zuerst ungenutzt blieben. In der 27. Minute versuchte es Läng mit einem Weitschuss, und tatsächlich, sie erwischte die gegnerische Torhüterin auf falschem Fuss zum 2:0. Die Zauberinnen schafften es nun auch, denn Ball geduldig in ihren Reihen laufen zu lassen und auf Lücken zu warten. Nach Spielhälfte konnte Küffer auf Pass von Wälchli die Führung ausbauen. In den darauffolgenden Minuten hatten die Wizards die Überhand und liessen den Piranhas nur wenige Chancen zu. Allerdings wurde in der 37. Minute eine Bündnerin nach Fussballermanier mit einer Grätsche gestoppt, das Urteil der Schiedsrichter war klar: Die „Täterin“ musste auf der Strafbank Platz nehmen. Das Boxplay machte seine Sache nicht schlecht, doch die Piranhas blieben ruhig und warteten auf Löcher in der Abwehr. Schliesslich konnte eine Churerin nach einem Querpass zum 3:1 einschieben.

Nach der Pause bauten die Piranhas stark Druck auf. Die Wizards mussten jeweils schnell reagieren und den Ball nach vorne bringen. Obwohl dies meist gelang, wurde das Spiel sehr hektisch. Die Bündnerinnen suchten den Weg vors Tor und kamen zu exzellenten Möglichkeiten, doch entweder scheiterten sie am eigenen Unvermögen, oder Goalie Snijders war zur Stelle. Die Piranhas spielten immer aggressiver, aber auch das Heimteam war nicht zimperlich im Austeilen. In der 38. Minute wurde eine Zweiminutenstrafe wegen übertriebener Härte gegen eine Burgdorferin ausgesprochen. Piranha verpasste wieder mehrmals die Torchancen, doch vor Allem machte das Boxplay seine Sache gut und kam seinerseits zu Chancen. Die letzten zehn Minuten entwickelten sich zu einer richtigen Zitterpartie; noch mehr Kampfgeist war nun nötig, jede Zauberin musste ans Limit gehen. Nach sechzig Minuten war die Freude riesig: der Sieg war endlich Tatsache!