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09.10.20164. Meisterschaftsrunde U21 A

"Sie können es ja doch!"

Die Devise war klar am zweiten Spieltag der ersten Doppelrunde: „Chrampfe, chrampfe u no meh chrampfe“, denn man wollte endlich den ersten Sieg erringen. Gegen den Aufsteiger Waldkirch-St. Gallen konnten die Wizards früh die Oberhand gewinnen und erreichten ihr Ziel besonders durch ein überzeugendes Mitteldrittel. Schlussresultat: 9:2 (2:1/5:0/2:1).


Von Anfang an erzeugten die Bernerinnen Druck, was sich bereits in der zweiten Minute auszahlte, als Küffer auf Pass von Steiger zum ersten Tor einschieben konnte. Nach einigen anfänglichen Unsicherheiten der Wizards wurde relativ schnell klar, dass die St. Gallerinnen Mühe hatten, mitzuhalten. In der fünften Minute verwertete Perrenoud durch gute Slotarbeit einen Rebound von Küffer zum 2:0. WaSa versuchte, mit langen und oft auch hohen Bällen vor das Berner Tor zu kommen, in der elften Minute ging ein solcher Ball gleich beiden Verteidigerinnen durch die Maschen und die St. Gallerinnen nutzten ihre erste richtige Chance zum Anschluss.

Gegen Ende des ersten Drittels kamen die Burgdorferinnen zwar zu Möglichkeiten, doch kaum eine davon war gefährlich. Im zweiten Drittel war deshalb mehr Geduld von Nöten. Die Zauberinnen versuchten, den Ball laufen zu lassen und auf den richtigen Moment für den Abschluss zu warten. Vermehrt konnten die Wizards nun die Angriffe der St. Gallerinnen in der Mittelzone abfangen. 

Und siehe da: Plötzlich kamen die Tore wie von selbst. In der 28. Minute traf Krähenbühl auf Pass von Läng aus spitzem Winkel, gefolgt von Bergmann, die gleich zweimal versenkte (29./36.) und Steiger (38.). Obwohl die Bernerinnen sich anspornten, das Tempo hoch zu halten, verleitete die klare Führung vermehrt zu Laufspielen und Einzelaktionen, was das Spiel teilweise träge werden liess. Die Wizards konnten trotzdem zufrieden sein mit dem Mittelabschnitt und nach einem weiteren Tor durch Läng in der 40. Minute, auf Pass von Krähenbühl, mit einer klaren 7:1 Führung in die Pause gehen.

 

Leider gelang es den Bernerinnen nicht ganz, an die Leistung des zweiten Drittels anzuknüpfen. Nach einem Treffer von Bergmann auf Pass von Steiger in der 41. Minute wurden sie inkonsequent und WaSa kam dadurch zu Chancen. Der gegnerische Trainer nutzte die Gunst der Stunde und nahm ein Time out (52.), keine Minute später gelang den St. Gallerinnen das zweite Tor. Die Wizards taten sich schwer, den Ball zwischen die gegnerischen Pfosten zu bringen. Die müden Beine waren zu spüren, das Spiel nicht mehr so flüssig und viele klare Chancen konnten nicht genutzt werden. Der Sieg war den Bern-Burgdorferinnen auf Sicher, doch Headcoach Sturzenegger liess sich nicht missen und nahm zwei Minuten vor Ende der Partie das Time out, um seinem Team klar zu machen, dass er Konsequenz bis zur letzten Sekunde forderte. Der Aufruf verfehlte sein Ziel nicht: Die Wizards zeigten noch einmal ein gutes Spiel und Bergmann belohnte dies in der Schlussminute mit dem neunten Treffer. Der erste Sieg ist endlich Tatsache!