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13.10.20176. Meisterschaftsrunde Juniorinnen U21 A

Schlechtes Mitteldrittel kostet die Wizards den Sieg

Die Startphase des Spiels in der alten Schützenmatte in Burgdorf war unspektakulär. Beide Teams machten den Eindruck, als müssten sie sich zuerst an den Gegner herantasten, dementsprechend fehlte das Tempo. Schon nach wenigen Minuten hatten die Bernerinnen mehr Ballbesitz, taten sich allerdings schwer mit Auslösen, und das Zusammenspiel in der gegnerischen Zone harmonierte noch nicht wie gewünscht. Somit kam es nur zu wenigen gefährlichen Situationen vor dem Churer Tor. In der neunten Minute gelang es dann Dominguez auf Pass von Ruch, das Skore für die Wizards zu eröffnen. Doch je länger das Drittel fortschritt, desto unruhiger agierten die Bernerinnen, viele Ballverluste in der gegnerischen Zone führten zu Kontern, die Partie glich einem Pingpongspiel. Ansonsten traten die Piranhas aber erstaunlich wenig bissig auf.

Nach dem Seitenwechsel war dies schon anders: Chur hatte einen Zacken zugelegt, während die Wizards dem Spielgeschehen eher zuschauten, als dass sie sich daran beteiligten. In der 23. Minute führte dies zum Ausgleich. Kurz darauf wurde eine Zweiminutenstrafe gegen die Piranhas ausgesprochen, das Powerplay der Bernerinnen hatte zwar einige Abschlüsse, war aber zu wenig gefährlich. Danach spielten sie nicht besser als zuvor, im Gegenteil: Das System brach teilweise auseinander und den Churerinnen wurden zu viele Räume offen gelassen. Cattaneo stellte auf zwei Linien um, doch auch dies brachte Wenig. In der 31. Minute verwerteten die Bündnerinnen einen Freistoss, und innerhalb der nächsten fünf Minuten liessen die Bernerinnen sogar noch zwei weitere Tore zu. 

Die Wizards mussten nun im dritten Drittel beim Stand von 1:4 dringend reagieren. Nachdem sie in der 43. Minute sogar noch den fünften Treffer kassiert hatten, fanden sie ins Spiel zurück. Trotz vieler guter Chancen fehlten vor dem gegnerischen Tor aber die Kaltblütigkeit und einstweilen auch das Glück. In den letzten fünf Minuten legten die Zauberinnen noch ein Brikett nach und zeigten nun endlich ein gutes Spiel. Zweieinhalb Minuten vor Schluss schoss Siegenthaler auf Pass von Ruch das 2:5, worauf die Bernerinnen das Timeout nahmen. Die Torhüterin Snijders wurde durch eine sechste Feldspielerin ersetzt. So gelang Siegenthaler auf Zuspiel von Zumstein nach einer halben Minute das 3:5, auch Chur nahm nun sein Timeout. Weiterhin zu sechst kämpften die Wizards aufopferungsvoll bis zum Schluss, konnten aber nichts mehr richten. Zu spät hatten sie ihre Aufholjagd begonnen. Im Spiel nächste Woche gegen Frauenfeld gilt es, von Anfang bis zum Schluss das Spiel durchzuziehen, das die Zuschauer  in den letzten fünf Minuten von den Zauberinnen gesehen haben.