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12.03.2018Playoff Halbfinal Juniorinnen U21A

Kampfgeist und Spannung pur bis zum Schluss

Auch im zweiten Halbfinalspiel bekamen die Zuschauer von Beginn weg ein temporeiches Spiel zu sehen. Laupen bewies Zug nach vorne, diesmal wurden die Wizards allerdings nicht davon überrumpelt und konnten mit ihrer Defensivarbeit dagegenhalten. Trotzdem zeigten die Zauberlehrlinge aber auch gute Aktionen nach vorne, zudem kam Laupen selten zu gefährlichen Abschlüssen.
Je länger das Spiel andauerte, desto häufiger kamen die Wizards ihrerseits zu Chancen. In der 15. Minute mussten sie eine Zweiminutenstrafe wegen Stossens hinnehmen. Schon nach kurzer Zeit brachte ein Freistoss in Unterzahl die Wizards in Ballbesitz, und wie schon im Viertelfinal suchte Wälchli den hohen Ball auf Ruch, die sich durchkämpfte und den Shorthander zum 1:0 erzielen konnte. Nach Ablauf der Strafe ging die Partie ausgeglichen weiter, jedoch kamen beide Teams nicht besonders oft zu guten Möglichkeiten.
Kurz vor Schluss des Drittels mussten die Wizards doch noch den Ausgleich hinnehmen, welchen sie sich allerdings selbst verschuldet hatten, denn der Chance der Zürcherinnen lag ein schlechter Wechsel zu Grunde.

Nach der Pause spielten die Wizards weiterhin mutig auf, sie hatten offensichtlich begriffen, dass auch gegen den Qualifikationssieger einiges möglich war. In der 33. Minute lieferte Dominguez mit ihrem Treffer zum 2:1 den Beweis dafür. Die Zürcherinnen indessen hatten es gar nicht nötig, Torchancen herauszuspielen, denn die gefährlichsten Möglichkeiten hatten sie nach Fehlern der Burgdorferinnen. So liess sich eine der Grünen nach einem Ballverlust einer Verteidigerin nicht zweimal bitten und erzielte den erneuten Ausgleich. 

Nebst dem rasanten Spiel war auch sonst einiges los in der Halle, besonders die Fans waren so laut, dass sich die Spielerinnen auf dem Feld mitunter kaum mehr verstehen konnten. Auch im letzten Drittel war demnach Playoff-Stimmung garantiert, und es wurde auch beidseitig hitzig gespielt.
In der 44. Minute musste eine Zauberin auf der Strafbank Platz nehmen, und infolge des inkonsequenten Unterzahlspiels ging Laupen in Führung. Plötzlich agierten die Wizards unsicher und weniger aggressiv, diverse Unkonzentriertheiten schlichen sich ins Spiel, worauf Cattaneo das Timeout nahm. Es stellte sich heraus, dass diese Entscheidung und die gewählten Worte goldrichtig waren, denn nach der Auszeit waren die Zauberinnen wieder mit Kampfgeist und Überzeugung am Werk, was rund zehn Minuten vor Schluss zum 3:3 von Dominguez führte. Kurz darauf kamen die Zürcherinnen wieder zu einem Powerplay, doch dank guter Arbeit im Boxplay verstrich die Strafe ungenutzt.
Die Wizards versuchten weiterhin alles gegen vorne, mittlerweile spielten allerdings auch die Nerven mit, was mit einer Druckphase der Zürcherinnen nicht besser wurde. Aus einer solchen Drucksituation heraus gelang den Zauberinnen jedoch ein Konter; Läng legte auf Siegenthaler, die dem Ball den entscheidenden Stoss in Richtung Tor gab. Die Führung zum 4:3, und dies vierzig Sekunden vor Schluss!
Laupen ersetzte daraufhin den Torhüter durch eine Feldspielerin und kam auch noch zu Chancen, jedoch "chrampften" die Zauberinnen allesamt; schliesslich war das Zittern vorbei und der Sieg im Heimspiel Tatsache. Die Schlussminuten wiederspiegelten dabei das Erfolgsrezept der Bernerinnen: eine geschlossene Kampf- und Willensleistung.