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21.03.2020Damen NLA Transfernews

Kader beinahe komplett

Das Kader der Wizards Bern Burgdorf für die kommende Spielzeit ist aufgrund der ausserordentlichen Umstände unverhofft früh beinahe komplett. Nebst den fünf Rücktritten und vier Abgängen kommt es zu sechs Zuzügen sowie einem Rücktritt vom geplanten Rücktritt. Zudem versuchen einige Nachwuchstalente, sich einen Stammplatz in der NLA zu ergattern.

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Bereits früh während der letzten Saison zeichnete sich ab, dass es bei den Wizards Bern Burgdorf zu einem grösseren Umbruch kommen würde. Dementsprechend viel Zeit hatten die Verantwortlichen, um das Kader für die kommende Spielzeit zusammenzustellen. Um die Rücktritte und Abgänge von insgesamt neun Spielerinnen kompensieren zu können, leistete Sportchefin Sarah Renggli einen Sondereffort und es kann festgehalten werden, dass sich dieser Zusatzaufwand mehr als gelohnt hat.

Folgende Spielerinnen werden nächste Saison neu im Dress der Wizards auflaufen:

Andrea Wildermuth (UHC Laupen): Die vereinstreue Andrea Wildermuth war wohl auf vielen Transfer-Wunschlisten der NLA-Sportchefs ganz zuoberst. Den UHC Laupen zu verlassen kam für sie aber bis dato grundsätzlich nie in Frage. BeBu profitiert nun davon, dass es Wildermuth aufgrund einer beruflichen Veränderung in die Region zieht. Die technisch versierte Allrounderin wird für den Qualifikations-Dritten zweifelsohne eine wahre Bereicherung sein.

Chiara und Luana Rensch (Piranha Chur): Die Rensch Sisters verlassen Chur, um im Bernbiet wieder zu ihrer alten Stärke zurückzufinden. Beide konnten vor einigen Jahren unter dem aktuellen Wizards-Coach Mirco Torri grosse Entwicklungssprünge vollziehen und versprechen sich vom Wechsel einen neuen Motivationsschub. Chiara kann als Allzweckwaffe bezeichnet werden und ist polyvalent einsetzbar. Luana wiederum wird mit ihrem kompromisslosen Spiel die Defensive zusätzlich verstärken.

Katrin Kivirand (Zug United): Die estnische Nationalspielerin kennt ihr neues Team ausgezeichnet. Letzte Saison trat sie mit Zug United nicht weniger als sechs Mal gegen Gelbschwarz an. Sämtliche Spiele gingen klar zugunsten der Zauberinnen aus. Die ambitionierte Verteidigerin freut sich nun, die Seite zu wechseln und mit den Emmentalerinnen um den Titel mitspielen zu können.

Ramona Bieri und Nicole Siegenthaler (Lejon Zäziwil): Vom NLB-Qualifikationszweiten stossen mit Ramona Bieri und Nicole Siegenthaler zwei interessante Offensivkräfte zum Team. Bieri ihrerseits wurde mit starken 41 Skorerpunkten während der Qualifikation gar Ligatopskorerin. Siegenthaler wiederum gilt als Rohdiamant, welche trotz ihres jungen Alters (Jahrgang 2001) bereits zu den gefährlichsten Stürmerinnen der Lejonessen zählte. Beide suchen nach den erfolgreichen Jahren bei Zäziwil nun eine neue Herausforderung und setzen sich als Ziel, sich so rasch als möglich an das neue Niveau anzugewöhnen.

Von der eigenen U21A-Mannschaft, welche letzte Saison die Qualifikation auf dem hervorragenden zweiten Platz abgeschlossen hat und bis ins Playoff-Halbfinale vorgestossen war, erhalten fünf Spielerinnen die Gelegenheit, sich einen Stammplatz in der NLA zu erkämpfen: Sara Christen, Aline Götz, Tanja Kyburz, Ariane Siegenthaler sowie Jeanne Sollberger. Die Verantwortlichen der Wizards sind überzeugt, dass die eine oder andere Spielerin bereits diese Saison in der NLA Fuss fassen wird. Für alle anderen gibt es vereinsintern die Möglichkeit, jederzeit in der U21A oder 1. Liga zu Spielpraxis zu kommen.

Aus der eben erwähnten 1. Liga Mannschaft werden Leonie Ruch sowie Selina Dominguez erneut in den Trainingsbetrieb der NLA einsteigen. Beide gehörten bereits vor einiger Zeit dem NLA-Kader an, mussten aber verletzungsbedingt während der letzten Saison einen Aufbau in der 1. Liga absolvieren. Nun sind sie wieder bereit, um auf höherem Niveau mitzuspielen und es wird spannend sein, zu beobachten, wie schnell ihnen diese Umstellung gelingen wird.

Weiter kann Torri auf die Dienste der folgenden Spielerinnen zählen, die allesamt ihre Verträge um mindestens eine Saison verlängert haben:

Torhüterinnen: Tina Leuenberger und Ladina Töndury

Verteidigerinnen: Laura Quattrini, Romina Rudin, Lara Wüthrich und Livia Zumstein

Stürmerinnen: Nadia Cattaneo, Annika Dierks, Eliane Ganz, Lea Hanimann, Larissa Läng, Laura Marendaz, Jasmin Weber und Simone Wyss

Aufgrund des abrupten Saisonendes hat sich Simone Wyss entgegen ihrer ursprünglichen Pläne dazu entschieden, noch eine Saison anzuhängen. Wyss ist überzeugt, dass auch in der neuen Saison mit dem veränderten Kader um den Meistertitel mitgespielt werden kann.

Fünf langjährige NLA-Spielerinnen beenden hingegen ihre Karrieren und werden anlässlich eines Heimspiels in der neuen Saison noch gebührend verabschiedet werden:

Martina Buri: Buri stiess von Aergera Giffers zu Burgdorf und spielte zwei Saisons für die Emmentalerinnen. Sie war vor allem für ihre solide Abwehrarbeit bekannt. Im Team galt sie nicht zuletzt wegen ihrer lieben Art aber auch aufgrund des Alters als «Mami».

Lena Cina: Die dienstälteste Spielerin tritt ab. Cina, die Wizards-Identifikationsfigur schlechthin, tritt nun definitiv zurück. Ihre ganze Karriere spielte sie für BeBu und lief dabei auf sämtlichen Positionen ausser als Torhüterin auf. Stets war auf sie Verlass, sei es auf oder neben dem Spielfeld.

Marlene Haldimann: Haldimann gelang vor einigen Jahren der Sprung aus dem eigenen Nachwuchs ins NLA-Kader. Sie etablierte sich rasch als Stammkraft, die ihren Job schnörkellos erledigte. Nun freut sie sich, die durch den Rücktritt gewonnene Zeit in andere Hobbies investieren zu können.

Corinne Häubi: Auch Häubi hängt nun den Stock an den Nagel. Nach vielen Jahren im Wizards-Dress ist Schluss. Mit Häubi verlieren die Wizards eine zweikampf- und schussstarke Verteidigerin. Trotz einigen Blessuren kämpfte sie sich immer wieder zurück und lief immer in den ersten drei Formationen auf.

Nicole Mucha: Mucha, die während der Saison 2018/19 Mutter wurde und dadurch pausierte, gab letzte Saison ihr Comeback. Erstaunlich, wie mühelos sie wieder zu alter Form zurückfand. Nun tritt sie aber trotzdem zurück und wird sich fortan mehr aufs Familienleben konzentrieren können.

Einen Wechsel zu einem anderen NLA-Verein vollziehen folgende vier Spielerinnen:

Selma Bergmann: Jungspund Bergmann zieht es zum Kantonsrivale Skorpion Emmental Zollbrück. Sie sucht nach einer neuen Herausforderung und wird versuchen, sich nach einer verletzungsbedingten Auszeit wieder in den Spielbetrieb zurückzukämpfen.

Evelina Garbare: Die Lettin, welche seit der Saison 2014/15 für die Zauberinnen auflief, hat sich entschieden, den Verein zu verlassen. Garbare stand für defensive Stabilität und galt als stille Chrampferin. Wohin es sie nun ziehen wird, ist noch offen.

Brigitte Mischler und Mirjam Hintermann: Mischler und Hintermann schliessen sich den Kloten-Dietlikon Jets an. Die beiden Nationalspielerinnen, die mehrere Jahre für BeBu aufliefen, möchten sich bei einem anderen Verein noch einmal neu beweisen und weitere Fortschritte erzielen. Mischler zeichnete sich als Vorzeigekämpferin aus während Hintermann vor allem für ihre Spritzigkeit bekannt war.

Die Wizards möchten es nicht unterlassen, den Spielerinnen, die zurücktreten oder wechseln, an dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank für den geleisteten Einsatz auszusprechen und für die Zukunft alles Gute zu wünschen. Die neuen Spielerinnen heissen wir herzlich willkommen im Verein und wir freuen uns bereits auf die kommende Zeit.

Somit steht das Kader für die Saison 20/21 grösstenteils. Es kann jedoch sein, dass es noch zu minimalen Anpassungen kommen wird. Hierüber würde aber zu einem späteren Zeitpunkt informiert werden.

Der Staff des Fanionteams bleibt bis auf den Posten der Physio-Therapeutin unverändert. Hana Komarova wird bedauerlicherweise nach vier Jahren nicht mehr dabei sein. Die Suche nach einer Nachfolgerin läuft.