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24.09.20172. Meisterschaftsrunde U21A

Ernüchternde Niederlage in St. Gallen

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Den Start in die Partie haben die Bernerinnen verschlafen: Nach Toren in der dritten und fünften Minute stand es bereits 2:0 für die St. Gallerinnen. Ob es daran lag, dass die Ostschweizerinnen überraschend angriffig auftraten und gut zusammenspielten, oder ob die Wizards schlicht und ergreifend nicht bereit waren in der Startphase, lässt sich diskutieren. Trotzdem kamen beide Teams zu guten Chancen, in der sechsten Minute eröffnete Joss dann auch für die Bernerinnen das Skore. Bis Drittelsende fielen keine Tore mehr, WaSa hatte allerdings mehr Abschlüsse und die Wizards liessen ihnen zu viel Raum für ihre Auslösungen.

Nach der Drittelspause spielten die Bernerinnen plötzlich viel befreiter auf. Während sie den Ostschweizerinnen nur Weniges zuliessen, wurden ihrerseits viele Möglichkeiten kreiert. Einzig die Chancenauswertung war miserabel; der Ball zappelte kein einziges Mal im gegnerischen Netz. Anstatt den Ball im gegnerischen Drittel laufen zu lassen und auch Abschlüsse aus der Mittelzone zu nehmen, verloren die Wizards mit der Zeit etwas die Geduld und verrannten sich dabei oftmals in Einzelaktionen. Ein weiterer Dämpfer war auch der verletzungsbedingte Ausfall von Joss.

Nach einem torlosen Drittel galt es, WaSa im Schlussabschnitt weiterhin im Zaum zu halten und endlich Tore zu schiessen. Als in der 44. Minute eine St. Gallerin im Gewimmel vor dem berner Tor abstaubte und ihr Team mit 3:1 in Führung brachte, war dies nötiger denn je. Den Wizards fiel es allerdings immer schwerer, nach vorne zu kommen. Ihnen fehlten der Mut und die nötige Überzeugung in der Vorwärtsbewegung. Eigenfehler verhalfen den St. Gallerinnen ausserdem zu einigen Chancen. In der 50. Minute wurde eine Zweiminutenstrafe wegen Stockschlags gegen WaSa ausgesprochen. Das Powerplay liess den Ball zwar laufen, hatte allerdings keine guten Chancen. Nun handelte Headcoach Cattaneo und nahm das Timeout, rund eine Minute später (55‘) brachte Zumstein mit einem Freistosstreffer ins hohe Eck die Hoffnung zurück. In der 58. Minute holten sich die Bernerinnen ärgerlicherweise noch eine Strafe, doch sie liessen sich davon nicht beirren und spielten ein aggressives Boxplay, das Siegenthaler eine halbe Minute vor Schluss sensationell mit einem Shorthander zum Ausgleich krönte.

Leider war die Verlängerung nur von kurzer Dauer. Nach einem ersten, eher überhasteten Angriff der Bernerinnen kam es zum Konter und WaSa gelang nach 17 Sekunden der Siegtreffer. Der Ärger in den eigenen Reihen ist mehr als verständlich, wären doch die St. Gallerinnen mit mehr Teamgeist, Überzeugung und ohne den misslungenen Start zu schlagen gewesen.