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19.02.2017Playoff Viertelfinal U21A

Bittere Niederlage

Schon kurz nach dem Bully war in der Neuen Schützenmatte einiges los, besonders die Churerinnen traten entschlossen auf und kamen schnell zu ersten Abschlüssen. Die Wizards versuchten, das Spiel geduldig aufzubauen, aber oft bereiteten ihnen die Auslösungen etwas Mühe und so konnte der Ball nach dem ersten Pass nicht immer weiterverarbeitet werden. Mit der Zeit zogen sich die Piranhas etwas zurück, was den Bernerinnen Räume und Abschlüsse verschaffte, allerdings schienen die Bündnerinnen auch auf Konterchancen zu lauern. Alles in Allem lief noch keines der Teams auf Hochtouren, trotz einiger Chancen war anstatt starker Emotionen wie in den letzten Spielen eher auch Zurückhaltung zu spüren. Die Bernerinnen begaben sich somit nach einem soliden ersten Drittel ohne Tore in die Pause.

Praktisch direkt aus der Garderobe erwischten die Wizards einen optimalen Start in den zweiten Abschnitt: Nach einem Pass von Bergmann nutzte Steiger die Überzahlsituation zum 1:0. Beschwingt durch dieses Tor gingen die Bern-Burgdorferinnen entschlossener zu Werke und zeigten einige gute Aktionen. Auch vor dem berner Tor wurde es mehrmals heiss, denn Chur fand bei der Auslösung immer wieder den Pass in die Mitte und somit in die gefährliche Zone. Bei Spielhälfte wurde eine Strafe gegen die Zauberinnen ausgesprochen. Das Boxplay überstand diese zwar mit Bravour, doch kaum war die Fünfte zurück auf dem Feld, verlor sich die Konzentration und eine Churerin nutzte die entstandene Verwirrung zum Ausgleich. Kurz darauf, nämlich in der 34. Minute, gingen die Piranhas in Führung. Keine dreissig Sekunden später erhielten die Wizards die Chance zum Ausgleich, als eine Bernerin im Angriff strafwürdig gestoppt wurde. Das Powerplay spielte abgeklärt und nahm mehrere Abschlüsse, doch keiner davon kam aufs Tor, so verstrich die Strafe ungenutzt. Schliesslich war es Siegenthaler, die in der 38. Minute die gegnerische Abwehr aussteigen liess und zum 2:2 Pausenstand traf.

Die Zauberinnen machten auch zu Beginn des letzten Drittels Druck aufs Tor der Fische, gewillt, die Serie zu beenden. Ein hoher Stock vor dem gegnerischen Tor war dann aber zu viel des Guten und hatte eine Strafe zur Folge, welche die Bündnerinnen zur erneuten Führung ausnutzten. Die Wizards steckten das Tor weg, glichen mit Läng auf Pass von Röthlisberger aus (47.) und gingen durch den Weitschuss von Götz genau eine Minute später erneut in Führung. Die Piranhas nahmen daraufhin ihr Timeout. Während sie einen beachtlichen Kampfgeist an den Tag legten, konzentrierten sich die Bern-Burgdorferinnen zu wenig auf ihre Aufgabe. Einen Wechselfehler der Wizards in der 51. Minute nutzten die Bündnerinnen eiskalt aus, drei Minuten später gingen sie nach einem erneuten Eigenfehler in Führung. Nun nahm auch das Heimteam sein Timeout, doch die Piranhas konnten die Führung dreieinhalb Minuten vor Schluss sogar auf 4:6 ausbauen. Die Bernerinnen spielten fortan mit einer sechsten Feldspielerin und hatten noch Chancen, doch schlussendlich fehlte es an der nötigen Konsequenz. Damit wird die Entscheidung in der Viertelfinalserie am nächsten Sonntag in Chur fallen.