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10.02.201817. Meisterschaftsrunde U21A

Besser spät als nie

Es war nicht das erste Mal, dass die Wizards den Start verschliefen. Dass es auch in diesem Spiel bereits nach 55 Sekunden 1:0 für das Heimteam stand, zeugte sicherlich nicht davon, dass man aus den vergangenen Fällen gelernt hatte. Zu wenig überzeugt traten die Bern-Burgdorferinnen zu Beginn der Partie auf, wohingegen die Lejons Zug nach vorne bewiesen. Zahlreiche Ballverluste in der Mittelzone, bedingt durch Ungeduld, lieferten dem Gegner gefährliche Konterchancen. So gelang es den Wizards kaum, den Ball länger als ein, zwei Pässe lang im gegnerischen Drittel zu halten. In der zehnten Minute wagte Läng einen Vorstoss und spielte den Pass am nahen Pfosten in den Slot, wo er aber nicht von einer Mitspielerin, sondern von einer Gegnerin in bester Manier reingehauen wurde. Ansonsten lief bei den Burgdorferinnen allerdings einiges schief, bis zur Drittelspause hatten die Lejons den Vorsprung auf 3:1 ausgebaut.

Im zweiten Drittel war die Devise klar: Es mussten Tore her, und dafür war vor allem mehr Ballbesitz nötig. Allerdings verloren die Wizards weiterhin viele Bälle und suchten zu selten den Weg aufs gegnerische Tor. Die Konolfingerinnen jedoch blieben weiterhin gefährlich, so wurde eine ihrer Aktionen in der 30. Minute mit einem strafwürdigen Stockschlag gestoppt. Diese Unterzahl überstanden die Wizards noch schadlos, allerdings sass in der 38. Minute schon wieder eine der Ihren auf der Strafbank, diesmal wegen Stossens, und diesmal trafen die Lejons. Somit war der Rückstand der Bern-Burgdorferinnen in der zweiten Pause sogar noch grösser geworden.

Noch blieben den Wizards zwanzig Minuten, um die Partie zu drehen. Es gelang ihnen nun, den Ball auch in der gegnerischen Hälfte laufen zu lassen. In der 44. Minute belohnte Dominguez auf Pass von L. Kunz das Team mit dem 4:2. Kurz darauf kam auch das Powerplay der Bern-Burgdorferinnen zum Einsatz und machte seinen Job nicht schlecht, bis plötzlich das Spiel unterbrochen wurde. Beim Ausrufen des letzten Tores war dem Spielsekretariat aufgefallen, dass L. Kunz nicht auf dem Matchblatt aufgeführt war. Die Folge davon: Eine Matchstrafe gegen die Wizards, begleiten von einer Fünfminutenstrafe. Dank einem angriffigen Boxplay überstanden sie die Unterzahl ohne Gegentreffer, allerdings waren fünf wertvolle Minuten verstrichen. Vielleicht gerade weil sich die Wizards dessen bewusst waren, gingen sie nun viel sorgfältiger mit dem Ball um und waren plötzlich fähig, ihn laufen zu lassen. Nach genau 54 Minuten lieferte Götz Joss die Vorlage zum 4:3, doch damit noch nicht genug, in der 59. Minute erzielte Dominguez auf Pass von Wüthrich den Ausgleich. Als Wälchli sich zwanzig Sekunden vor Schluss durchsetzte und die Wizards erstmals in Führung brachte, schien der Sieg auf sicher. Doch, weit gefehlt: Zehn Sekunden vor Schluss fiel das 5:5 und der Match ging in die Verlängerung. Dort bewahrten die Zauberinnen die nötige Ruhe und spielten wie im dritten Drittel. Es kam zwar auch noch zu einigen Chancen auf Seiten der Lejons, doch in der achten Minute der Overtime suchte sich Quattrini die Ecke aus und traf eiskalt zum Sieg. Trotz durchzogener Leistung haben sich die Wizards mit diesen zwei Punkten die Qualifikation für die Playoffs gesichert.