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26.02.2017Playoff Viertelfinal U21A

Aus und vorbei!

Das letzte und entscheidende Playoffspiel startete gut aus Sicht der Wizards. Sie waren viel in Ballbesitz und führten geduldig die Auslösungen aus, begleitet von einem überwältigenden Lärm auf der Tribünenseite der Bernerinnen. Piranha machte die Sache aber auch nicht schlecht und verteidigte sein Tor mit einer sicheren Ausstrahlung. Auch sie kamen zu Chancen, die Burgdorferinnen waren aber zu Beginn des Spiels tendenziell die bessere Mannschaft. In der 9. Minute gab es bereits die erste Strafe, ausgesprochen gegen die Wizards, wegen eines Stockschlages. Die Churerinnen konnten allerdings keinen gefährlichen Abschluss generieren und kassierten kurz nach Ablauf der zwei Minuten selber eine Strafe, doch auch das Powerplay der Bernerinnen konnte die Überzahl nicht ausnutzen. Die nächste Strafbankwärmerin liess jedoch nicht lange auf sich warten: Bereits in der 14. Minute war es erneut eine Zauberin, die auf der Strafbank Platz nehmen musste. Dies nachdem sie in einen Kopfball hineingeschupst worden war und es leider nicht vermocht hatte, sich in Luft aufzulösen, um dem Ball auszuweichen. Auch diese zweite Strafe ging torlos vorüber, doch das Spiel der Zauberinnen wurde sehr hektisch. Die Churerinnen machten sich dies zu Nutze, sie übten mehr Druck aus und zogen ihr Spiel auf, wohingegen die Wizards den Kopf verloren und zu überhastet agierten. Zur Folge hatte diese Spielweise ein Tor, welches den Piranhas 30 Sekunden vor Drittelsende das erste Tor ermöglichte.

Zum Beginn des zweiten Abschnitts zeigten die Wizards Besserung. Sie erarbeiteten sich wieder mehr Chancen, allerdings war das Spiel immer noch ein wenig ungeduldig und hektisch. Nach einer Minute Spielzeit waren es diesmal die Churerinnen, welche sich eine Strafe einfingen, das Powerplay konnte die Überzahlsituation aber nicht ausnutzen. In der 36. Minute erhöhten die Piranhas auf 2:1. Die Bernerinnen verspürten wohl Druck, so schnell wie möglich einen Treffer zu erzielen, oft lösten sie überhastet aus oder versuchten, sich mit Einzelaktionen durchzusetzen. Auch verletzungsbedingt stellten die die Zauberinnen ihre Linien daraufhin um und fanden immer ins Spiel zurück. In der 39. Minute bejubelten die Wizards den Anschlusstreffer durch Küffer auf Zuspiel von Quattrini.

Elf Sekunden nach Beginn des Drittels feierten die Bernerinnen auch noch den Ausgleich zum 2:2, diesmal durch Läng auf Pass von Siegenthaler. Das Spiel gestaltete sich von nun an noch intensiver, weiterhin konnten viele Chancen auf beiden Seiten herausgespielt werden. Nach dem Tor kam der Kampfgeist der Wizards in Fahrt, allerings agierten sie zu wenig clever und liefen in viele gefährliche Angriffe der Churerinnen hinein. In der 50. Minute hiess es „Timeout Bebu“, um sich kurz zu beruhigen und neu zu sammeln. Die Burgdorferinnen zapften ihre letzten Energiereserven an und gaben noch einmal alles, um in Führung zu gehen. Ball um Ball landete aber in der Churer Verteidigungsmauer, auf dem Torwart oder neben dem Tor. In der 57. Minute gab es eine Zeitstrafe, diesmal wieder gegen Bebu. Diesmal versenkten die Piranhas das runde Ding mit den Löchern im Tor und holten sich den damit verbundenen Führungstreffer. Die Zauberinnen spielten nun zu sechst und gaben Alles,  um den Ausglich zu schaffen, doch sie vergaben zu viele Chancen in den letzten Minuten und agierten zu wenig clever. Rund 30 Sekunden vor Schluss kassierten die Bernerinnen noch eine weitere Strafe, welche durch einen reflexartig hohen Stock zustande kam. Am knappen Rückstand war nichts mehr zu ändern. Aus und vorbei war es, als das Schlusssignal zu hören war, zugleich bedeutet dies leider auch das frühzeitige Saisonende. Eine bittere und tränenreiche Niederlage für die Bernerinnen, welche in diesen Playoffs erst richtig in Fahrt gekommen waren und sich gegen die favorisierten Piranhas zu einem ebenbürtigen Team entwickelt hatten.